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INSTITUT FÜR GEOGRAPHIE UND GEOLOGIE

Lehrstuhl für Geodynamik und Geomaterialforschung

Naturlandschaften werden ganz entscheidend von geologisch-tektonischen Vorgängen im Erdinneren geprägt. Diese endogenen Prozesse werden durch den Bereich Geodynamik in Forschung und Lehre behandelt. Die endogene Dynamik umfasst ein weitgefächertes Spektrum, das von Gesteinsbildung über Deformation, Tektonik, Vulkanismus, Gebirgsbildung bis hin zu Massentransport und Lagerstättenbildung reicht. Ein fundiertes Verständnis dieser  Prozesse bildet beispielsweise die Grundlage für eine sinnvolle Landnutzungsplanung, aber auch für die Beurteilung von Georisiken.

Ziel der Geomaterialforschung ist ein besseres Verständnis der Eigenschaften und Verbreitung von festen, flüssigen und gasförmigen Geomaterialien (Minerale, Gesteine, Fluide, Erdöl, Erdgas, Luft), um sowohl deren Gefahren als auch ihre Nutzungsmöglichkeiten besser erfassen zu können. Die Untersuchung von Gesteinen und Mineralen liefert wesentliche Informationen für die Lösung geodynamischer Fragestellungen, vor allem aber auch auch für die Evaluierung und Nutzung mineralischer Rohstoffvorkommen. Sie ist daher ein Schwerpunkt der Forschung und Lehre an unserem Lehrstuhl.

Die Arbeitsmethoden reichen von der Aufnahme qualitativer Geländebefunde bis hin zu einer Vielzahl quantitativer mineralogisch-petrologischer, geochemischer und geochronologischer Analysen, die in institutsinternen Labors oder über Kooperationen mit in- und ausländischen Partnern durchgeführt werden. Derzeitige Arbeitsschwerpunkte des Lehrstuhls sind zum Beispiel: Geodynamik von Superkontinenten, deren Bildung und Zerfall und die Beziehung zu Paläoklima und Lagerstättenbildung; Goldhaushalt der Erdkruste; Tektonik der ozeanischen Lithosphäre; Archäometrie; Meteoritenforschung. Wesentliche Arbeitsgebiete liegen in der Antarktis, in Südafrika, Namibia, Congo, Brasilien, Uruguay und China, aber auch in der näheren Umgebung Würzburgs.

 

Gesteinsdünnschliff eines Gabbros
Gesteinsdünnschliff eines Gabbros aus Südschweden unter dem Mikroskop. Die Bildbreite entspricht 4 mm (aus Okrusch & Matthes 2014)
Kulmbacher Störung im fränkischen Bruchschollenland
Kulmbacher Störung im fränkischen Bruchschollenland; im Steinbruch "Gelbe Weiden" sind die Schichten des Muschelkalkes durch die geodynamischen Vorgänge stark geknickt

Lehrstuhl für Geodynamik und Geomaterialforschung
Institut für Geographie und Geologie
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97074 Würzburg

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